ursprüngliche Konzeption des AK Räume

Freie Szene stärkenDer Arbeitskreis »Räume« der Koalition der Freien Szene wurde im Oktober 2014 gegründet und ist eine Arbeitsplattform für Fachleute aus den Sparten Darstellende und Bildende Kunst, Tanz, Musik, Literatur und aus dem Netzwerk der Berliner Projekträume. Er entwickelt Konzepte zur Erhaltung und zum Ausbau der räumlichen Infrastruktur für künstlerisches Arbeiten und stimmt spartenspezifische Bedarfe untereinander ab.

In einem ersten Schritt haben wir uns dafür der Ausformulierung der zum Teil übereinstimmenden, zum Teil unterschiedlichen Bedürfnisse der künstlerischen Sparten gewidmet, um uns von dort aus mit den konkreten Anforderungen von Programmen für die Erhaltung und den Ausbau der räumlichen Infrastruktur für künstlerische Arbeit zu befassen. Wir verstehen dies als partnerschaftliche Zusammenarbeit und gegenseitigen Ideenaustausch, ohne dabei unsere Unterschiede einer vereinheitlichenden Instanz opfern zu wollen.

Wir streben eine Neuausrichtung der kulturpolitischen Steuerungsinstrumente hin zu einer stadtplanerisch nachhaltigen Perspektive der Bestands- und Infrastruktursicherung für Orte und Räume künstlerischen Arbeitens an.

In einem gemeinsamen Workshop mit der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten wurden die aktuellen Arbeitsergebnisse vorgestellt. Sprecher des Arbeitskreis ist der Künstler Moritz Majce.

Der am 21.4.2015 vom Arbeitskreis Räume in Kooperation mit der Berliner Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten durchgeführte Workshop zur Situation der räumlichen Infrastruktur künstlerischen Arbeitens ist der Auftakt eines gemeinsamen Arbeitsprozess von Senatskanzlei und Koalition der Freien Szene. An dem Workshop nahmen verschiedene Fachleute aus Kunst, Kultur, Politik und Stadtentwicklung teil, darunter auch Kulturstaatssekretär Tim Renner. Den Kern des Workshops bildete die Präsentation der im Rahmen des Arbeitskreis von den jeweiligen SpartenvertreterInnen erarbeiteten Bedarfsanalysen ihrer Bereiche. Der ausgearbeitete Reader zum Workshop findet sich hier.

Im Anschluss an den Workshop wurde vom Arbeitskreis ein alle Sparten übergreifender, mit Zahlen und Fakten unterlegter, konkreter Vorschlag auf Basis der für den nächsten Haushalt vorgesehenen Budgetmittel ausgearbeitet. Der Vorschlag orientiert sich ausdrücklich an einer Deckung nur der allerdringendsten Arbeitsraumbedarfe der Freien Szene und beinhaltet zugleich Vorschläge für praxisnahe Steuerungsinstrumente wie etwa der flexiblen Förderung innovativer Arbeitsraumkonzepte im Rahmen von Ausschreibungsverfahren, sowie einer deutlichen Stärkung der Zusammenarbeit mit der Berliner Gesellschaft für Stadtentwicklung.

Parallel dazu wurde vom Arbeitskreis ein Forderungskatalog erarbeitet, der eine langfristigere und strukturelle Perspektive auf das Thema Raum geltend macht. Dringend erscheint uns u.a. der Handlungsbedarf im Bereich der nachhaltigen Bestandsicherung von Ankerpositionen der Freien Szene, die konkrete politische Unterstützung vor Verdrängung kultureller AkteurInnen durch Immobilienspekulation, sowie der Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen. Der Forderungskatalog wurde der Senatskanzlei zusammen mit dem Budgetvorschlag am 19.5.2014 übergeben.

Das Schreiben an Staatssekretär Renner ist hier veröffentlicht, die Übersicht über die ermittelten Raumbedarfe findet sich hier und der Forderungskatalog hier.

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