Protokoll des Plenums vom 23.2.16

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Plenum der Koalition der Freien Szene
23.2.2016, 18:30 Uhr Radialsystem

1. Termine (Bericht: Christophe Knoch)
*Kulturausschuss vom 22.2. hat keine Neuerungen zur CityTax gebracht (das von Verwaltung und Koalition gemeinsam vereinbarte Papier ist immer noch nicht besprochen worden)
*am 23.2. findet ein Treffen mit Ulle Schauws (MdB, Mitglied des Kulturausschusses) u.a. mit Vertretern des Sprecherkreises statt, die Bundesgrünen wollen sich über FS in Berlin informieren, insbesondere die soziale Lage der Künstler in der Stadt *CityTax-Fonds
-Pressemitteilung dazu in Arbeit
Kritikpunkte:
-Popsparte in Jury problematisch, weil Pop eigentlich in Music Board
-Fehlende bzw. falsch verstandene Expertise für transdisziplinäre Kunst, Wissenschaft, Künstler, Raum
-Expertise für Kommerzialität in Jury reingeholt?
-Problem Transmediale-Chef in Jury, weil in Landesbesitz, selbst förderwürdig
-Hälfte der Vorschläge für Jury – 2 vom Rat für die Künste, 5 von Koalition FS – durchgekommen
-am 4.&7. März findet ein Jurybriefing der Verwaltung statt, einige Sprecher gehen zu diesen Terminen hin, als Beobachter, aber auch, um selbst einige Worte zur Genese und dem Zweck dieser Förderung zu sagen
-Evaluationstreffen nach 1. Förderrunde mit Verwaltung ist geplant

2. Jury (Vorstellung der Idee: Timo Kreuser)
*Vorschlag: Arbeitskreis zum Thema Juries gründen
*jeder ist eingeladen, in dieser Jury-Arbeitsgruppe mitzuarbeiten!!!
*Problem: es kommt durch Jury-Entscheidungen immer wieder zu Kürzungen, die die Projekte gefährden (bzw. eigentlich immer die Gagen drücken)
*Idee: Katalog erstellen, der Jurys gegeben werden kann
-Zahlenmaterial/statistische Daten zu Angemessenheit von Preise für Räume, Gagen, kalte Progression)
-Juryzusammensetzung (Gender, „Fachfremde“, wild cards [aus anderer Region])
Diskussion dazu:
*eigentlich sollte diese Datenerhebung von SenKult finanziert werden (die liegen auch Dateien aus Anträgen)
*Risiko, dass dann erstmal nicht mehr so viele Projekte gefördert werden, muss natürlich langfristig zu Erhöhung der zur Verfügung stehenden Mittel stehend
*Vorbereitungsphasen der Projekte müssen mitfinanzierbar sein können, weil bei Nichtförderung Arbeitszeit unbezahlt verpufft (sweat-equity im Bereich Architektur fürsolche Vorarbeiten)

3. Räume
*Peter Edel in Weißensee (Bericht: Vera Strobel)
-10 Jahre leer stehend
-eine der letzten Liegenschaften in öffentlicher Hand (gehört dem Bezirk)
-auch schon früher Kulturhaus (symbolische Wirkung)
-vor einigen Jahren: Nutzung durch Schauspielschule (unterstützt durch GSE) mit Lottoantrag ist gescheitert
-Bestandsschutz ist ausgelaufen, Gebäude verfällt
-neuer Versuch der Nutzung läuft seit einiger Zeit:
-2 Kulturakteure, 1 Bildungsträger haben sich beworben; in Bezirksversammlung haben sie sich wegen der gesicherter Finanzierung für Bildungsträger entschieden
-jetzt läuft Versuch von AK Räume / Sprecherkreis, diese Entscheidung noch mal aufzuheben, verkauft ist noch nicht und auch die letzte Entscheidung steht noch aus
-dieses Engagement von Koalition der Freien Szene / AK Räume insofern Neuerung, weil KdFS sich bislang v.a. auf allgemeine Interessen konzentriert hat, dies ist eine konkrete Initiative; konkrete Vergabeentscheidungen kann natürlich nicht Ziel sein, aber Erhaltung als Kunstort schon als Aufgabe des AK Räume bzw. der Koalition
Diskussion:
-Anliegen wäre gut aufgehoben bei Initiative StadtNeudenken /„Runder Tisch zur Neuorientierung der Liegenschaften“
*AK Räume (Bericht: Moritz Majce, Sprecher des AK Räume)
-11 Leute derzeit beteiligt für die verschiedenen Kunstsparten (Christoph Bleick, Moritz Majce, Bernhard Kotwski, Florian Schmidt, Tiny Domingos, Patrick Klingenschmidt, Martin Jankowski, Simone Willeit/Anne Passow, Nicole Otte, Daniel Brunet)
-Thema: Raum für künstlerische Produktion und Präsentation
-es gab beim Senat ohnehin Ideen zu einem Raumprogramms (letztes Jahr gab es zum Raumbedarf auch einen Fragebogen des Senats); zwischenzeitlich gab es die Idee, dass der Atelierbeauftragte des Räume auch für andere Sparten mitverwalten könnte; als Antwort auf diese Idee wurde ein spartenspezifisches Raumprogramm entwickelt
-derzeit werden vom Senat finanzierte Stellen geschaffen für Raumbeauftragte in anderen
Sparten analog zu Atelierbeauftragtem in Bildender Kunst
-Moritz: Frage nach Raumnutzung (Lagerraum, Proberaum (Musik, Darstellende Künste) in den Mittelpunkt stellen, statt nach Sparten ausrichten
-Richtwertempfehlung für Miete ist in Arbeit

4. Rat für die Künste
-bis 24.2. Einreichfrist
-am 4 April, 18 Uhr wird in den Sophiensälen neu gewählt-Rat besteht aus 20 für 2 Jahregewählten sowie 4 ko-optierten Mitgliedern
-im Rat: Vertreter von Orten und freie Akteure
-innerhalb des Rates gibt es Cluster für landeseigene, bundeseigene, freie Orte

5. Klausur des Sprecherkreises
-Anlass: 4 Jahre KdFS, einige personelle Veränderungen; 2 Haushalte; Teilerfolge (CitytaxFonds, Arbeitsstipendien für einzelne Sparten, KdFS als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung etabliert); alle 2 Wochen Sprecherkreissitzung, dabei v.a. Aktuelles im Vordergrund
-auf Klausur v.a. Thema: Selbstverständnis (freies Mandat, Mandat für die FS) nächste Schritte (wird in den nächsten Monaten bearbeitet und beim nächsten Plenum vorgestellt)
-wie geht es mit 10 Punkten weiter
-Legitimation
-Entscheidungsprozesse
Diskussion:
-Anregung: thematisch immer wieder auch Leute von außerhalb des Sprechkreises einladen
-wie ist Legitimation

6. Verschiedenes
*Diskussion über Legitimation und Struktur des Sprecherkreises
-Vorschlag: evtl Geschäftsstelle aus Wirtschaftssenat (=Kreativwirtschaft) bezahlen?
-projektorientierte Förderung vom Kultursenat
*Kampagne zur Abgeordnetenhaus-Wahl?
*Kontaktaufnahme zu den künftigen Kulturpolitischen Sprechern
*Plenum an verschiedenen Wochentagen! Länger im Voraus ankündigen

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