Aufruf zur Teilnahme bei der Neuformierung des Arbeitskreis Räume

Freie Szene stärkenLiebe Mitstreiter*innen,

nach internen Beratungen auf Verbandsebene und innerhalb der KdFS sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass der AK-Räume in seiner jetzigen schwerpunktmäßigen Ausrichtung auf das operative Tagesgeschäft im Rahmen des Arbeitsraumprogramms dem ursprünglichen angedachten Aufgabenspektrum nicht vollumfänglich gerecht wird und werden kann.

Von daher haben wir uns einvernehmlich darauf verständigt, die Aufgabenbereiche zukünftig zu trennen und auf zwei unterschiedliche Gremien aufzuteilen.

AK Raumkoordination: Die Raumkoordinator*innen werden sich zusammen mit dem Ateilierbeauftragten in diesem Gremium insbesondere mit der Entwicklung von aktuellen Projekten und Arbeitsraumstandorten befassen.

AK Räume: hier soll ein Kreis von ehrenamtlichen Aktivist*innen übergreifende Raum-Themen auf kultur- und stadtentwicklungspolitischer Ebene diskutieren, konzeptuell begleiten – und dabei Lösungsansätze erarbeiten. Die Raumkoordinator*innen und der Atelierbeauftragte können, müssen aber nicht zwingend Mitglieder dieses Kreises sein.

Wir würden zur Initiierung dieses Kreises gerne zu einer Kickoff-Veranstaltung einladen, in der wir die zukünftige Arbeitsweise, Regularien, Zusammensetzungen und die ersten inhaltlichen Schwerpunktsetzungen diskutieren möchten.

Bitte fragt inner- und außerhalb Eurer Verbände, wer Interesse hat, sich dauerhaft in einem solchen Arbeitskreis ehrenamtlich zu engagieren bzw. meldet Euch hierauf direkt bei uns:
akr@koalition-der-freien-szene-berlin.de

Wir würden dann anschließend gerne eine Einladung verschicken.
Unten findet Ihr zum Thema eine erste Gedankenskizze von Bernhard Kotowski.

Für weitere Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Euer AK Räume
der Koalition der freien Szene


Faktisch ist der Arbeitskreis Räume zur Plattform der professionellen Zusammenarbeit der Raumkordinator*innen und des Atelierbüros der Tagesarbeit für die gemeinsamen Projektentwicklung im wesentlichen im Rahmen des „Arbeitsraumprogrammes“ der Kulturverwaltung geworden.

Schon aus Zeitgründen werden in diesem Rahmen andere wichtige Themen der räumlichen Infrastruktur für künstlerisches Arbeiten auch künftig nicht oder nur am Rande behandelt werden können.
 
Dazu gehören beispielsweise:
 
-Sicherung und Schaffung von Orten der Freien Kunstszene überhaupt, also auch von Spielstätten und Präsentationsräumen. Schon mehrfach war ja die Aufstellung einer Roten Liste gefährdeter Kulturstandorte im Gespräch,
 
– Vorschläge zur Reform der Berliner Liegenschaftspolitik, um Planungs- und Finanzierungssicherheit für Vorhaben der kulturellen Infrastruktur gewährleisten zu können,
 
– Instrumente zur Integration kultureller Infrastruktur in größere Neubauvorhaben,
 
– Vorschläge für planungs- und sanierungsrechtliche Instrumente, mit denen kulturelle Infrastruktur im Bestand geschützt werden kann.
 
Das sind natürlich nur Beispiele.
 
Für die Diskussion und Bearbeitung solcher Themen sollte sich die Koalition der Freien Szene einen eigenen Arbeitskreis- „Wir bleiben alle“ oder sachlicher „Kultur und Stadtentwicklung“ schaffen. In ihm sollten die Raumkoordinator*innen und das Atelierbüro natürlich mitarbeiten, weil ihr professioneller Sachverstand unverzichtbar bleibt. Über allgemein Interessierte aus der Freien Kunstszene hinaus sollten für die Mitarbeit in diesem AK möglichst auch weitere Fachleute aus Stadtplanung und Liegenschaftspolitik gewonnen werden, ebenso sollten die AKs „Alte Münze“ und „Infrastruktur“ in die Informationsflüsse einbezogen werden.
 
Der Arbeitskreis Räume, wie er jetzt faktisch besteht, kann dann auch formal auf die professionellen Koordinator*innen und das Atelierbüro beschränkt werden. Seine Aufgabe bleibt die konkrete gemeinsame Projektentwicklung für Arbeitsräume.
 
Anmerkung: eine Trennung von „operativer“ (professionell) und „politischer“ Arbeit (nichtprofessionell) ist der Sache nach nicht möglich. Entsprechende Forderungen aus der Verwaltung sind reine Ideologie. Wenn die Verwaltung zusätzliches Personal braucht, das Entscheidungen von Senatsrät*innen „vorbereitet“, muß sie es selbst beschäftigen. Mitarbeiter*innen Freier Träger arbeiten für diese und ausschließlich nach deren Maßgaben.

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