AG materielle Infrastruktur für freie Kunst – und Kulturschaffende in Berlin

Freie Szene stärken
Wer von uns mit einem Fundus und Werkstätten arbeitet, weiß dass diese Orte arbeitserleichternd und inspirierend sind. Der Berliner Kulturhaushalt fördert u.a. die Werkstätten vom Kulturwerk, den Kostümfundus des KostümKollektiv, Ateliers und Probenräume. Jedoch deckt das aktuelle Angebot nur einen Teil des Bedarfs an Infrastruktur von den Kunstschaffenden ab und ist auf verschiedene Arten begrenzt: Der Zugang ist spartenspezifisch und finanziell sowie räumlich ausbaubar. Künstler – Initiativen gründen ihren Bedarfen entsprechend Einrichtungen unter selbstausbeuterischen prekären Bedingungen. Auch die projektweise Finanzierung der Kunstprojekte bedeutet einen unwirtschaftlichen Aufwand an Material, Geld und Energie.

Shareconomy (Nutzen statt Besitzen) und Nachhaltigkeit sind Ziele der Politik sowie die Auflösung der Spartengrenzen in der Kunstförderung. Material – und Techniksammlungen und Werkstätten wie in den Theaterbetrieben werden seit Langem aus öffentlichen Mitteln betrieben. Daher ist es an der Zeit, auch die Ressourcen der frei produzierenden Kunstschaffenden weniger zu verschwenden, indem Material, Werkzeug, Technik (z.B.) und Know – How gebündelt werden und diese zusammen mit Werkstätten, multifunktionalen Werkstattraum und Lager bereit gestellt werden. Der Zugang soll gewährt werden für alle Sparten der Kunst und Kultur, spartenunabhängig und inklusive Soziokultur und Bildung.
Daher will unsere AG Vorschläge an die Berliner Kulturpolitik tragen und beratend wirken, wie die Arbeitsumgebung für freie Projekte der Kunst und Kultur spartenübergreifend in Berlin verbessert werden kann. Die Arbeitsgruppe wird getragen von Kunst-Stoffe e.V., Kostümkollektiv e.V. und Förderband e.V. und ist offen für Beteiligung.

 
die AG materielle Infrastruktur wurde spontan gegründet, auf Protokollbeschlüssen und Tatsachen beruhend,
verfasst von Muriel Nestler, bestätigt beim Plenum am 22.5.2017

1. Inhalt, Zielsetzung, Fragestellung:
Verbesserung der Arbeitsumgebung für freie Kunstproduktion im Bezug auf materielle Ressourcenbündelung. Förderung und Unterstützung der vorhandenen Infrastruktur durch den Kulturhaushalt. Ermöglichung des Ausbaus der Infrastruktur für Material.

2. Zeitplan:
1. Arbeitsziel der AG: Das vorhanden Konzeptpapier im Detail zu einem Kulturpolitischen Vorschlag ausarbeiten: 30.Juni 2017
2. Arbeitsziel der AG: Diesen Kulturpolitischen Vorschlag allen Vertretern und Institutionen der freien Kunstproduktion in Berlin vorlegen und unterzeichnen lassen. Gespräche führen mit Vertretern der freien Kunstsparten: Juni/Juli 2017
3. Gespräche führen mit Abgeordneten, Senatsverwaltung und Konzeptpapier als Vorschlag/Forderung der Politik vorlegen: Zeitpunkt (mit Koalition Freie Szene und auch bzgl. kulturpolitischer Chancen abstimmen)

3. Arbeitsweise, Arbeitsstruktur:
Mitglieder sind freiwillig engagierte Vertreter der bisher existierenden Infrastruktur für freie Kunst. Bisher versuchen die AG-Mitglieder weitere Mitstreiter und Vertreter aus weiteren Kunst-Disziplinen einzuladen. Die Treffen finden nach Verabredung, ungefähr einmal pro Monat statt. Sie finden an Orten der Material- und Ressourcenbündelung für Kunst statt. Es werden immer Protokolle geführt. Es gibt eine groupspace – email -Adresse, sodass die bisher 4 – Köpfige AG immer ansprechbar ist.

Bisher aktive Mitglieder der AG sind:
Muriel Nestler für Kostümkollektiv e.V., Toni Steinmüller für Förderband e.V., Alisa Tretau für
RaumkkoordinatorInnen des LAFT, Corinna Vosse für Kunst-Stoffe e.V.
Potenzielle weitere Mitarbeiter (mit angemeldetem Interesse) sind:
Künstler und Produktionsmanager aus bildender Kunst und darstellender Kunst

Ansprechpartner: Muriel Nestler
AGIM@koalition-der-freien-szene-berlin.de

alle Beiträge der AG materielle Infrastruktur → hier

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